Druckdatenvorgaben

Hier ein paar Infos zur den Druckdaten. Es handelt sich hierbei um die optimalen Parameter. Sind diese nicht gegeben bedeutet dies nicht, dass die Vorlage nicht druckbar ist. Teilweise wurde schon Vorlagen, welche anfangs als nicht druckbar galten, so von uns überarbeitet, dass am Ende ein perfektes Druckergebnis raus kam.
Sollten also euch die Erfahrung oder die Möglichkeiten fehlen druckfähige Daten zu erzeugen helfen wir euch gerne weiter. Kleinere Nachbearbeitungen werden im Rahmen der Druckvorstufe kostenlos erledigt. Aufwendiger Überarbeitungen der Vorlagen, Farbseparationen oder Prozessfarbsimulationen werden nach vorheriger Absprache gesondert berechnet. Diese werden im Rahmen eines Druckangebotes extra ausgewiesen.

Grundsätzliches
Siebdruck einfarbig:
Die Vorlagen bitte wie folgt anlegen:
Schwarz/weiß (also z.B. Druckfarbe schwarz / Hintergrundfarbe weiß) oder weiß/schwarz freigestelltes Motiv, unabhängig davon welche Farbe gedruckt werden soll, bzw. welche Farbe das zu bedruckende Medium haben wird. Die Druckfarbe bitte bei der Bestellung angeben. Auch Transparente Hintergründe sind denkbar, erhöhen die Dateigröße.
Das Motiv kann auch gleich in der Druckfarbe angelegt werden. Hierbei nach Möglichkeit mit Vollton-Farben (Pantone solid coated) auf transparenten Hintergrund arbeiten. Die Farbe kann selbstverständlich auch als RGB- oder CMYK-Farbton angelegt werden. Wir werden dann einen ähnlichen Pantone-Farbton für euch raussuchen. Diese Variante erhöht jedoch die Dateigröße erheblich.
Siebdruck mehrfarbiges:
Die Vorlage bitte in nach Farben getrennten Ebenen oder getrennten Dateien übermitteln. Im Idealfall die einzelnen Farben bereits als Pantone solid coated Volltonfarben anlegen. Befinden sich alle Farben in einer Ebene kann sich die Trennung der Farben schwierig gestalten. Sollte euch eine Trennung der Farben in Ebenen nicht möglich sein, dann bitte auf folgendes achten:
- Möglichst hohe Auflösung (mind. 600 dpi, max. 1440 dpi)
- Keine Halbtöne oder Kantenschärfungen verwenden. In der Vorlage sollten sich bis auf die Hintergrundfarbe nur die Druckfarbtöne befinden.
Flex-/Flockdruck oder Konturschnitte:
Sollten grundsätzlich als Vektordaten (Pfade) vorliegen. Die Dokumente dürfen keine Bitmap-, Schrift- oder Effekt- Elemente enthalten. Keine Strich-, Linien- oder Kontostärke zuwiesen - für Linien muss z.B. ein Rechteck angelegt werden. Die einzelnen Objekte werden immer entlang der Outline/Konturlinie geschnitten. Objekte dürfen deshalb nicht "offenen" , d.h. alle Knoten des Objekte müssen miteinander verbunden sein und eine geschlossene Outline aufweisen.

Dateiformat
Siebdruck einfarbig:
Es sind so ziemlich alle gängigen Formate denkbar. Ob Vektor- oder Pixelgrafik ist hierbei egal.
Im Idealfall als TIF (LZW-komprimiert), JPG (höchste Qualität bzw. ohne Bildkompression) oder PDF (ZIP-Komprimierung verwenden). Schriften in PDF-Dokumenten sollten in Pfade umgewandelt oder notfalls die Schriftzeichen eingebettet werden. Aber auch Formate wie BMP, RLE, GIF, PNG, EPS, PCX sind möglich. Keine Alpha-Kanäle oder Ebenentransparenzen anlegen.
Eigene Anwendungsformate wie PSD, AWD, XCF, CDR, AI sollten vermieden werden da wir diese stellenweise aufgrund der fehlenden Software nicht verwenden können.
Siebdruck mehrfarbiges:
Das Format muss mehrere Ebenen oder Volltonfarbkanäle unterstützen. Dies ist i.d.R. bei TIFF (mit Ebenenunterstützung, LZW-komprimiert) oder PDF (mit ZIP-Komprimierung) möglich. Schriften in PDF-Dokumenten sollten in Pfade umgewandelt oder die notfalls Schriftzeichen eingebettet werden. Keine Alpha-Kanäle oder Ebenentransparenzen anlegen.
Eine weitere Möglichkeit bietet das PSD-Format des Adobe Photoshop. Wichtig ist, dass hier Schriften in Pfade umgewandelt oder gerastert, alle Effekte gerastert und abwärtskompatibel gespeichert wird. Unter diesen Voraussetzungen lassen sich PSD-Dokumente i.d.R. ohne Schwierigkeiten importieren. Zur Sicherheit sollte noch ein JPG Dokument zu Prüfung mitgeschickt werden.
Für Vektorvorlagen ist PDF oder EPS das geeignetste Format. Wichtig bei Vektordaten ist, dass nur die Druckfarben enthalten sind und die Kantenschärfung deaktiviert ist.
Unter Umständen kann auch das AI-Format des Adobe Illustrator verwendet werden. Hierbei sollten alle Elemente und Effekte in Pfade umgewandelt und das Dokument abwärtskompatibel gespeichert werden. Zur Sicherheit sollte noch ein JPG Dokument zu Prüfung mitgeschickt werden.
Flex-/Flockdruck oder Konturschnitte:
Als Vektorvorlagen im PDF- oder EPS Format. Die einzelnen Vektoren müssen in der Druckfarbe angelegt werden. Unter Umständen kann auch das AI-Format des Adobe Illustrator verwendet werden. Hierbei sollten alle Elemente und Effekte in Pfade umgewandelt werden. Zur Sicherheit sollte noch ein JPG Dokument zu Prüfung mitgeschickt werden.

Auflösung
Sollte die Auflösung zu niedrig sein, bringt ein reines Vergrößern bzw. Erhöhen der Auflösung nichts - ist oftmals sogar von Nachteil.
Textildruck:
Die Vorlage sollte in Druckgröße, also 1:1, angelegt sein. Die Auflösung sollte mind. 150 dpi (300 dpi bei mehrfarbigen Drucken) betragen. Optimal sind 300 dpi bei einem RGB-, CMYK- oder Graustufen-Farbmodus. Bei Bitmap Grafiken (also reine schwarz/weiß) sollte die Auflösung im Idealfall mind. 600 dpi betragen.
sonstiger Siebdruck:
Je nach Druckfarbe wird mit einem sehr feinen Gewebe gedruckt (bis zu 120lpc = 305 dpi). Somit sollte die Auflösung mind. 300 dpi besser 600 dpi betragen.

Farben/Farbmodus/Farbprofil
Wir drucken i.d.R. mit einem Pantone-Misch-System im Pantone Solid Coated Standart. Hierbei können anhand von Mischrezepturen aus den Basisfarben über 1300 genormte Farbtöne erzeugt werden. Da das Pantone Solid Coated System für den Papierdruck auf genormten Papieren gedacht ist, fließen hierbei verschiedenste Faktoren (z.B. Stoffeigenschaften) mit ein. Die Farbtöne stellen somit also lediglich einen Näherungswert dar, und können in der Praxis abweichen.
Textil-/Siebdruck einfarbig:
Graustufen, Bitmap
RGB, CMYK bitte nur wenn das Motiv als Druckfarbe angelegt wurden (siehe Grundsätzliches).
Textil-/Siebdruck mehrfarbig (Spotfarbseparation):
Bevorzugt RGB (Das sRGB Profil bietet i.d.R. die größte Übereinstimmung zwischen Bildschirm und Druckfarbe), Farben wenn möglich als Volltonfarbkanäle anlegen.
CMYK ist ebenfalls möglich. Wichtig, schwarz als 100%K anlegen (keine anderen Farbbeimischungen wie im Offsetdruck üblich).
Unter Spotfarbseparation versteht man die Trennung der einzelnen Druckfarben in Farbflächen (Schriften, Grafiken mit harten Kanten).
Textildruck mehrfarbig (Prozessfarbseparation):
Bitte vorher bei uns anfragen, da die Parameter je nach Motiv variieren können. Als Orientierungswerte:
CMYK, Rasterwinkelung C15/M45/Y75/K75, Rasterweite 55lpi, Tonwertzuwachs 30%, Gesamtfarbauftrag 250%, Tonwertumfang 15%-85%
Die Prozessfarbseparation ist die Auftrennung vielfarbiger Bilder in die Grundfarben CMYK - ähnlich dem Offsetdruck. Diese Separationsart ist in erster Linie für heller Textilien geeignet, lässt sich durch das unterdrucken von weiß jedoch auch bedingt auf farbigen Textilien umsetzen.
Textildruck mehrfarbig (Simulierte Prozessfarbseparation):
Bitte vorher bei uns anfragen, da die Parameter je nach Motiv variieren können. Als Orientierungswerte:
RGB (im sRGB oder Apple-RGB Profil), Rasterwinkelung 25°, Rasterweite 55lpi, Tonwertzuwachs 30%, Gesamtfarbauftrag 250%, Tonwertumfang 15%-85%
Die simulierte Prozessfarbseparation bietet vor allem auf dunklen Textilien die detaillierte Motivwiedergabe bei farbreichen Motiven mit Farbübergängen und -verläufen. Ähnlich wie bei der Prozessfarbsimulation wird hier ein Raster gedruckt, jedoch separiert anhand von Pantone-Farben. Dabei wird auf dunklen Textilien weiß unterdruckt und falls notwendig noch ein "Highlight"-Weiß hinzugefügt.
Flex-/Flockdruck:
RGB/CMYK

Schriftgrößen/Linienstärken
Die Mindeststrichstärken sollten nicht unterschritten werden, da es ansonsten aus technischen Gründen passieren kann, dass Teile hiervon in der Schablonenherstellung oder im Druck verschwinden. Bei komplexen Motiven kann dies unter Umständen zu vernachlässigen sein, da dies nur den beteiligten Personen auffallen wird. Bei feinen Schriften oder für das Design wichtigen Elementen sollte hierauf jedoch unbedingt geachtet werden um eine vollständige Motivwiedergaben zu gewährleisten. Grundsätzlich sollte von den "Normalfall"-Angaben ausgegangen werden. Die Werte bei "Extremfall" sind technisch theoretisch noch realisierbar, können aber bereits im problematischen Bereich liegen. Sollte eure Vorlage dies erfordern, dann sprecht uns bitte speziell hierauf an damit wir dies im Druckprozess berücksichtigen können.
Textildruck einfarbig /weißer Druck bei mehrfarbig:
  Normalfall Extremfall
Mindestschriftgröße*: 30pt (10,6mm) 24pt (8,5mm)
  Fettschrift 20pt (7mm) 16pt (5,6mm)
positive Linien: 3pt (1mm) 2pt (0,7mm)
negative Linien: 5pt (1,8mm) 3pt (1mm)
Textildruck farbiger Druck bei mehrfarbig:
Mindestschriftgröße*: 24pt (8,5mm)
  Fettschrift 16pt (5,6mm)
positive Linien: 2pt (0,7mm)
negative Linien: 3pt (1mm)
Siebdruck Papier/PVC/etc.:
  Normalfall Extremfall
Mindestschriftgröße*: 24pt (8,5mm) 14pt (5mm)
  Fettschrift 14pt (5mm) 10pt (3,5mm)
positive Linien: 2pt (1mm) 1,5pt (0,7mm)
negative Linien: 3pt (0,5mm) 2pt (0,7mm)
* bezogen auf Arial, bei anderen Schriftarten können diese Werte abweichen und sollten die Mindestanforderungen an die Linienstärke erfüllen.

max. Motivgröße / Größen
Die maximale Motivgröße ist in erster Linie auch vom zu bedruckenden Medium abhängig. Es macht keinen Sinn ein 35 cm breites Motiv auf ein Shirt mit einer bedruckbaren Fläche von 30 cm zu drucken. Dies wird vor Auftragsbeginn auch noch einmal von uns überprüft.
Textildruck:
Empfohlen: max. 30x45 cm
technische Grenze: max. 38x52 cm (Bitte vorher abklären ob sich eurer Motiv hierbei umsetzen lässt)
preislich sinnvollste Obergrenze: 28x40 cm
Siebdruck auf Papier, etc:
Empfohlen: max. 35x50 cm
technische Grenze50x65 cm
Flock-/Flexdrucke:
max. 39x49 cm
Konturschnitte (Aufkleberfolien):
max. 58x100 cm
Kreisstanzung (PVC-Aufkleber):
ø34 mm oder ø 102 mm
Falznut pressen (Papier):
max. Länge: 35 cm

Anschnitt & Falz Papier-/Aufkleberbögen:
Da sämtliche Arbeiten in Handarbeit geschehen können wir bei den Produktionstoleranzen mit professionellen Offsetdruckereien, wo solche Arbeitsschritte computergesteuert erfolgen, nicht mithalten. Aus diesem Grund benötigen wir etwas großzügigere Zugaben.
Schnitt- und Falzmarken immer in 100% schwarz mit einer Mindestlinienstärke von 1,5pt (0,5mm) anlegen. Der Schnitt bzw. Falz erfolgt immer in der Mitte der Linie bzw. nach den gelieferten Vorgaben. Die Schnitt- und Falzlinien sollten eine Länge von 5-10 mm, sowie einen Abstand zum Layout von 1-5 mm haben.
Sicherheitsbereich bei Anschnitt:
optimal 10 mm, mindestens 5 mm
Mit Sicherheitsbereich sind die Ränder eures Layouts gemeint. In diesem Bereich sollten sich keine relevanten Informationen oder Layouts (z.B. Logos) befinden, da dieser Bereich beim Schnitt einen leichten Versatz aufweisen kann. Dieser Bereich sollte im Idealfall doppelt so groß sein wie die Beschnittzugabe.
Sicherheitsbereich beim Stanzen:
3 mm
Sicherheitsbereich bei Falznut:
Insofern sich im Falz keine Inhalte (Texte oder Layoutelemente) befinden, sollte auch hier ein Sicherheitsabstand von 3-5 mm eingehalten werden. Dieser Bereich sollte im Idealfall das 1,5-fache der Beschnittzugabe betragen.
Beschnittzugabe bei Anschnitt:
mind. 5mm, bei kleinen Endformaten reichen auch mind. 3 mm
Mit Beschnittzugabe ist die Weiterführung des Layouts (Hintergrunds) gemeint. Wie beim Sicherheitsbereich dient dieser als Ausgleich der Schneidetolleranzen. Hierdurch werden sogenannte Blitzer (ungedruckte Bereich am Rand) vermieden. Da sich kleine Verschiebungen im Druck und Schnitt summieren, sollte je größer das Endformat auch ein größerer Anschnitt verwendet werden .
Beschnittzugabe beim Stanzen:
1,5 mm